Jeder Deutsche verbraucht pro Jahr rund 1.800 Liter Trinkwasser aus der Leitung. Reservoir für unser Leitungswasser ist in der Regel die erste Grundwasserschicht oder Oberflächenwasser. Bezüglich der Trinkwassergewinnung spielen in Deutschland auch noch Talsperren sowie Seen (Bodensee!) eine Rolle. Uferfiltrat beschreibt die Wasserentnahme aus den Flüssen mit anschließender, starker Aufbereitung.

Die Trinkwasserverordnung wacht darüber, dass dieses bestimmten hygienischen und gesundheitlichen Anforderungen genügt. Es gibt Grenzwerte für organische und anorganische Stoffe im Trinkwasser. Viele Wissenschaftlicher und Verbraucherverbände warnen jedoch davor, dass zum einen längst nicht alle schädlichen Stoffe erfasst sind (zum Teil liegen sie unter der Nachweisgrenze), und zum anderen ist die Langzeitwirkung dieser Stoffe auf den menschlichen Organismus nicht erforscht.

Eine im März 2013 gesendete Reportage auf ZDF Planet Wissen zum Thema „Risiko Trinkwasser, Experten warnen vor Chemikalien-Rückständen“ malte ein düsteres Bild der Trinkwassersituation:

Rund eine Million künstlich hergestellte Substanzen hat die chemische Industrie hervorgebracht. Daraus wurden bisher weit mehr als 80.000 Industriechemikalien. Jedes Jahr kommen etwa 1.000 weitere hinzu.

In Deutschland werden in der Humanmedizin rund 30.000 Tonnen Arzneimittel pro Jahr verkauft. Mindestens ein Drittel davon wird unverbraucht entsorgt. Viele Medikamente kann der menschliche Körper nicht vollständig verwerten und scheidet Rückstände wieder aus. So landen viele Arzneien einfach im Abwasser.

Chemikalienflut im Wasser: Durch Verwendung in der Landwirtschaft sickern Pestizide und andere Gifte in den Boden und ins Grundwasser. Hilfsstoffe in Textilien, Reinigungsmitteln und Kosmetika landen im Abfluss.

Auch wenn alle Vorschriften und Grenzwerte eingehalten werden: Selbst modernste Kläranlagen kommen gegen die Chemikalienflut nicht mehr an. 20 bis 30 Prozent der synthetischen Rückstände verbleiben im Trinkwasser. Dieser Chemikalienmix kommt bei uns dann aus dem Wasserhahn, landet in Kaffee und Tee oder wird beim Zähneputzen aufgenommen. Es sind zwar nur geringste Mengen, aber es geschieht unaufhörlich und unbemerkt, jeden Tag.

Hormonell wirksame Stoffe: Das Problem: Es ist schwierig zu beweisen, welche Rolle der chemische Cocktail im Wasser genau spielt. Aber es gibt Indizien, Anzeichen für schleichende Veränderungen. So weisen Untersuchungen darauf hin, dass hormonell wirkende Substanzen im Trinkwasser für die zunehmende Zeugungsunfähigkeit von Männern eine Rolle spielen könnten. Auch die Stoffwechselfunktion der Schilddrüse kann beeinträchtigt werden. Andere Forscher glauben deshalb, dass die wachsende Zahl der Übergewichtigen und Diabetiker mit dem Chemikalienmix aus dem Wasserhahn möglicherweise zusammenhängt. Auch neurologische Störungen wie ADHS könnten auf die Daueraufnahme von winzigen Chemikalienspuren zurückzuführen sein.
(Quelle: www.zdf.de/planet)

Zusätzlich ist unser Trinkwasser durch Schadstoffe aus den Rohrleitungen belastet.

Im Gegensatz zu lebendigem Wasser ist, energetisch betrachtet, Leitungswasser ein „totes“ Wasser. Die Clusterstruktur wird durch die Druckverhältnisse beim Hochpumpen und das Führen durch lange Rohrleitungen zerstört.